Düfte – ein Fest für die Sinne

Gestern war ich einem kleinen Porzellangeschäft, in dem es beim Betreten schon wohlig-weihnachtlich nach Äpfeln und Zimt roch.Zimt

Auf meine Nachfrage zeigte die Inhaberin mit Aspen Spice, ein Teegewürz, dass sie kurzerhand zweckentfremdet und in die Lüftungsanlage gestreut hatte. Einfach und hocheffektiv, denn in Kombination mit dunkelgrünen Girlanden und Zuckerstangen-Deko versetze der Duft innerhalb von Sekunden von Vorweihnachtsstress in Vorweihnachtsstimmung.

Kopfkino durch die Nase

Düfte wirken direkt aufs limbische System im Gehirn, und zwar auf die Amygdalae, die Mandelkerne. Die Mandelkerne sind zuständig für das Wiedererkennen und Berwerten von Situationen. Sie sorgen dafür, ob wir eine Situation als vertraut oder bedrohlich wahrnehmen. Außerdem steuern sie alle Formen der affektiven Handlung, wie Angst, Erregung oder auch Lust. Werden sie stimuliert, wird eine ganze Kette von Informationen abgerufen, die zur entsprechenden Reaktion führt.

Die Spontanität hat ihren Ursprung also in den Mandelkernen, was wahrscheinlich der Grund dafür war, dass ich an diesem Tag vom Duft eingehüllt Nippes gekauft habe Yahoo! Emoticon

Olfaktorische Sinnes Wahrnehmungen können eine entscheidende Rolle beim Kaufverhalten spiele. Industrie und Handel macht sich das schon seit langem zunutze. Backwarenabteilungen und Backshops, in denen nicht mehr vor Ort gebacken wird, beduften ihre Ladenflächen mit den Aromen frischgebackener Brote und im Gebrauchtwagenhandel ist Neuwagenduft aus der Dose im Einsatz.

Trotzdem kann beim gezielten Einsatz bestimmter Düfte nicht von Manipulationsverscuhen gesprochen werden. Unter Manipulation  versteht man eine Form der Fremdsteuerung durch gezielt verdeckte Beeinflussung. Tatsächlich gibt es zwar Methoden der Verhaltenstherapie, unerwünschtes Verhalten durch negative Gerüche zu unterbinden. Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht auf den Marketingbereich übertragbar.

Sorgen Sie für Wohlbefinden!

Zimt Bei positiven Dufterlebnissen fehlt der entsprechende Leidensdruck, der  jedoch notwenid ist um eine Verhaltensänderung im psychosozialen Sinn hervorzurufen.

Vielmehr geht es hier um die Steigerung des Wohlbefindens, das dazu anregen soll, sich gern und lang im Ladengeschäft aufzuhalten und damit das Kaufpotetial zu steigern.  Ein Büro, das heimelig nach Kaffee duftet wirkt vertrauenserweckender als eines in dem es nach verstaubten Akten riecht. So wird jede vertrauensbildende Maßname den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Auch wenn Sie nur olfaktorischer Natur ist.

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